Definition
Eine landwirtschaftliche Praxis, bei der Feldreihen oder -streifen den natürlichen Höhenlinien eines Hangs folgen, um die Abflussgeschwindigkeit und Bodenerosion zu verringern.
Prinzip
Prinzip
Pflug- und Saatführungen parallel zu Konturlinien anlegen, sodass jede Reihe als kleine Konturbremse wirkt, Hanglänge verkürzt, Strömungspfad unterbrochen und Infiltration gefördert wird.
Demonstration
Demonstration
Maisreihen, die entlang vermessener Konturlinien über einen Hang ausgesät werden, kombiniert mit grasbedeckten Kontur-Wasserläufen, die überschüssigen Abfluss langsam zu einer Ausleitung führen.
Fehlanwendung
Fehlanwendung
Falsche Konturvermessung oder Anwendung auf stark unregelmäßigem Gelände ohne geeignete Gefälleführung, was zu konzentrierten Abflussrinnen und verschlechterter Erosion führen kann.
Konsequenz
Konsequenz
Verminderte Blatt- und Rinnen-Erosion, bessere Bodendurchfeuchtung und gleichmäßigere Bestände, was zu stabileren Erträgen auf mäßigen Hängen führt.
Umkehrung
Umkehrung
Anbau bergauf und bergab (reihen in Hangrichtung) oder Bodenbearbeitung quer zu Konturen, wodurch Abflussgeschwindigkeit und Bodenverlagerung zunehmen.
Abgrenzung
Abgrenzung
Wirksam auf sanften bis mäßigen Hängen mit kontinuierlich konturfähigem Boden; ersetzt keine baulichen Maßnahmen auf steilen oder stark erosionsgefährdeten Flächen und ist weniger geeignet, wenn Terrassierung oder dauerhafte Bodenbedeckung erforderlich sind.
Semantische Spannung
Semantische Spannung
Unterscheidet sich von Streifenfruchtfolgen und Kontur-Pufferstreifen: Konturbewirtschaftung ordnet Hauptkulturen entlang der Konturen, während verwandte Praktiken permanente Vegetationsstreifen einfügen oder wechselnde Kulturen zur Unterbrechung des Abflusses nutzen.
Synthese
Synthese
Konturbewirtschaftung nutzt die Reihenführung und Bodenbearbeitung entlang von Höhenlinien, um Hangkontinuitäten aufzubrechen, Abflussenergie zu reduzieren und Boden zu schonen und bleibt dabei mit gängiger Agrartechnik vereinbar.