Definition
Ein Bündel von Praktiken, Planungsmaßnahmen und vereinbarten Regeln an den Landschaftsrändern, an denen Wald und landwirtschaftliche Fläche zusammentreffen, mit dem Ziel, Produktion, Biodiversitätsschutz, Ressourcenzugang und Risiken (Feuer, Schädlinge, Erosion) entlang dieses Gradienten in Einklang zu bringen.
Prinzip
Prinzip
Die Übergangszone durch die Abstimmung von forstlichen und landwirtschaftlichen Zielen mittels räumlicher Gestaltung, zeitlicher Planung und Stakeholder‑Vereinbarungen so zu bewirtschaften, dass ökologische Flüsse und Lebensgrundlagen gemeinsam erhalten bleiben.
Demonstration
Demonstration
Anlegen eines abgestuften Randstreifens entlang eines Hofgrundstücks mit einheimischen Baum‑Windschutzgürteln, gesteuerten Beweidungsrotationen und pestizidfreien Anbaustreifen, um die Ausbreitung von Waldbränden zu verringern und Lebensräume für Bestäuber zu erhalten, ohne die landwirtschaftliche Produktivität zu opfern.
Fehlanwendung
Fehlanwendung
Das Ziehen einer starren Linie, die alle landwirtschaftlichen Aktivitäten bis an den Waldrand verbietet, oder im Gegenteil die Zulassung unbeschränkter intensivierter Bewirtschaftung mit chemischen Inputs, die den angrenzenden Wald schädigen—beides verkennt die graduellen ökologischen Prozesse und sozialen Bedürfnisse.
Konsequenz
Konsequenz
Richtig angewandt verringert es Konflikte zwischen Waldbewohnern und Landwirtinnen, verbessert die biodiversitätsbezogenen Leistungen an den Rändern und reduziert landschaftliche Risiken wie Feuer, Erosion und Schädlingsausbrüche.
Umkehrung
Umkehrung
Die Umwandlung der Schnittstelle in eine Einzonenfläche—entweder vollständiger Waldausschluss durch Einzäunung oder durchgehender Ackerbau ohne Baumbestand—hebt die Übergangsfunktionen auf und erhöht oft Verwundbarkeit und soziale Konflikte.
Abgrenzung
Abgrenzung
Gilt speziell für den Übergangsstreifen, wo Wald und Landwirtschaft aufeinandertreffen; ersetzt nicht die Planung der Urban‑Wald‑Schnittstelle, großflächige industrielle Forstwirtschaft, die weit von Höfen liegt, oder die Binnenkonzeption von Agroforst innerhalb einzelner Parzellen.
Semantische Spannung
Semantische Spannung
Überlappt mit Agroforstsystemen und Landschaftsplanung: Der Begriff wird teils synonym verwendet, doch betont 'Schnittstellenmanagement' stärker die verhandelte Governance der Ränder und das Risikomanagement statt allein die Produktionsintegration.
Synthese
Synthese
Forest-Farm Interface Management orchestriert gezielt räumliche, zeitliche und soziale Arrangements an Wald‑Bauernhof‑Grenzen, um Produktion und Ökosystemleistungen zu erhalten und grenzüberschreitende Risiken zu minimieren, wobei Kompromisse und lokale Unsicherheiten anerkannt werden.