Definition
Das Verfahren, gefällt Baumstämme oder Rundholz vom Fällort zu einer Lager- oder Verladefläche zu ziehen, indem sie über den Boden gerückt werden, mithilfe von Rückern, Seilwinden, Zugtieren oder ähnlichen Mitteln.
Prinzip
Prinzip
Die Rückewege so planen und nutzen, dass Stämme effizient bewegt werden, während Bodenstörungen, Fahrspuren und Schäden an verbleibender Vegetation minimiert werden.
Demonstration
Demonstration
Ein Radrücker zieht ganze Bäume mit dem Stammfuß voraus entlang eines ausgewiesenen Korridors zu einem Waldweg, wobei Drainagequerungen und Rückeschutzmatten eingesetzt werden, um Spurrinnenbildung und Sedimentabtrag zu reduzieren.
Fehlanwendung
Fehlanwendung
Große Stämme über nasses Ufergelände ziehen ohne Bodenschutz, was zu Sedimentation, Bodenverdichtung und Schäden an Waldbeständen führt.
Konsequenz
Konsequenz
Richtig ausgeführt konzentriert das Rückegebiet die Extraction auf definierte Wege und Lagerflächen, verkürzt das Forststraßennetz und erleichtert Sortierung und Verladung, während diffuse Bodenschäden reduziert werden.
Umkehrung
Umkehrung
Vorrücken oder Seilbringung, bei denen das Holz gehoben oder aufgeladen wird und nicht über den Boden gezogen wird.
Abgrenzung
Abgrenzung
Bezieht sich speziell auf bodenaufliegende Ziehverfahren; ausgenommen sind getragene oder hängende Systeme (Vorrücker, Seilkräne), das Fällverfahren selbst und Vor-Ort-Bearbeitung wie Erstentastung oder Ablängen.
Semantische Spannung
Semantische Spannung
Wird häufig mit dem Vorrücken und der Seilbringung vermengt; die Spannung besteht zwischen ziehenden und tragenden Verfahren, die sich in Belastung, Ausrüstung und Standortsfolgen unterscheiden.
Synthese
Synthese
Rückevorgänge sind planmäßige Bodenziehverfahren, bei denen gefälltes Holz entlang vorbereiteter Wege zur Sammelstelle gezogen wird, um Effizienz und Standortschutz auszubalancieren.