Definition
Eine Beweidungsstrategie, bei der die Fläche in mehrere Paddocks unterteilt wird und Tiere nach einem Zeitplan zwischen ihnen umgestellt werden, damit beweidete Bereiche Zeit zur Erholung vor dem erneuten Beweiden haben.
Prinzip
Prinzip
Frequenz, Intensität und Zeitpunkt der Defoliation steuern, damit Pflanzen nachwachsen und Wurzeln sich erholen können; Ruhezeiten sollten an Arten und saisonales Wachstum angepasst sein.
Demonstration
Demonstration
Ein 6‑Paddock‑System, bei dem Rinder jede Parzelle 3–5 Tage weiden und die Parzelle dann 18–30 Tage ruhen lässt, mit Anpassungen bei Dürre oder starkem Wachstum.
Fehlanwendung
Fehlanwendung
Tiere zu schnell umzustellen ohne ausreichende Ruhe oder Wasser/Lohn in einem Paddock zu konzentrieren, was zu wiederholter lokaler Überweidung und Nährstoff‑Hotspots führt.
Konsequenz
Konsequenz
Richtig umgesetzt erhöht Rotationsbeweidung den Futterertrag und -bestand, fördert tiefere Wurzeln, verteilt Mist gleichmäßiger, reduziert Parasitenzyklen und kann die Besatzkapazität steigern.
Umkehrung
Umkehrung
Dauerbeweidung mit uneingeschränktem Zugang zur gesamten Fläche über die Saison, was zu selektivem Fraß, Aufwuchsdegradation und räumlicher Unordnung führt.
Abgrenzung
Abgrenzung
Gilt dort, wo Paddock‑Teilung, Tierbewegung und Monitoring praktikabel sind; Varianten (Cell Grazing, Mob Grazing) unterscheiden sich in Herdgröße, Dauer und Ruhezeiten, teilen aber das Erholungsprinzip.
Semantische Spannung
Semantische Spannung
Spannung zu verwandten Begriffen wie Cell Grazing oder Mob Grazing; Unterschiede liegen oft in Maßstab, Besatzintensität und Zielsetzung, nicht in einem klaren Kategorienschnitt.
Synthese
Synthese
Rotationsbeweidung ist die beabsichtigte Sequenzierung des Tierzugangs zu Teilflächen, sodass Defoliation periodisch erfolgt und mit Pflanzenregeneration synchronisiert wird, um Produktivität und Ökosystemfunktionen zu erhalten.